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Die schwerwiegenden Folgen, die ein einfacher Ballon auf Meereslebewesen haben kann

Einen Luftballon loszulassen wirkt im ersten Augenblick harmlos, doch ein verlorener Ballon kann für manche im Wasser lebende Tiere zur Todesfalle werden.

 

Quelle: Clearwater Marine Aquarium

 

Die Rettungsorganisation Clearwater Marine Aquarium (CMA) kennt die Gefahren von Plastikmüll im Meer nur zu gut. Im Juni eilten sie einem weiteren Tier zu Hilfe.

 

Ein Passant hatte eine Meeresschildkröte an der Küste von Florida entdeckt und sofort gemerkt, dass es ihr nicht gut ging.

 

Es handelte sich um die Schildkröte Chex und Mitarbeiter von CMA brachen sofort auf, um das Tier in die Rettungsstation zu bringen. Dort fanden sie heraus, dass Chex einen Ballon verschluckt hatte und jetzt an dem sogenannten "Treibesyndrom" litt.

 

Quelle: Clearwater Marine Aquarium

 

Leider tritt das Treibesyndrom immer häufiger auf, seitdem Plastikmüll vermehrt in den Meeren landet.

 

Vor allem Wasserschildkröten verwechseln Ballons oft mit Quallen und verzehren sie. Das Plastik bleibt daraufhin in ihrem Verdauungstrakt hängen und führt zu einer großen Gasproduktion. Diese Gasblasen lassen die Tiere dann an der Oberfläche des Wassers treiben.

 

 

Schildkröten müssen jedoch am Meeresgrund nach Nahrung suchen und Fressfeinden entkommen können. Aus diesem Grund führt das Treibesyndrom in den meisten Fällen zum Tod.

 

Dr. Qamar Schuyler der UQ School of Biological Science erklärte, was für einen Einfluss Plastikmüll auf die Weltmeere hat:

 

Wenn die Tiere am unteren Ende der Nahrungskette anfangen, Plastik zu fressen, dann betrifft es irgendwann alle Arten. Es gab schon einige Studien über Fische, die wir Menschen kaufen und essen, und diese Tiere hatten alle Plastik im Magen.

 

Quelle: Clearwater Marine Aquarium

 

Chex wurde ein paar Tage unter Beobachtung gestellt und glücklicherweise konnte er den Ballon von selbst ausscheiden.

 

Quelle: Clearwater Marine Aquarium

 

Doch bis er wieder in die Natur zurückkehren konnte, musste noch viel Zeit vergehen. Erst 66 Tage später konnten die Mitarbeiter ihn wieder ins Meer entlassen.

 

Lauren Bell, eine Biologin der CMA, berichtete der Webseite The Dodo:

 

Zu sagen, dass es keine unfassbar befriedigende Erfahrung ist, gefährdete Arten wie Chex wieder ins Meer zu entlassen, wäre eine Untertreibung.

 

Quelle: Clearwater Marine Aquarium

 

Die Mitarbeiter der Organisation hoffen, dass sie mit ihrer Arbeit die Menschen über den gefährlichen Plastikmüll aufklären können. Denn auch wenn Chex überlebt hat, haben viele seiner Artgenossen nicht das gleiche Glück.

 

Wenn ihr Clearwater Marine Aquarium gerne unterstützen würdet, könnt ihr hier spenden.

 

Via: iHeartCats

 

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