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Die Polizei in China konfisziert über 450 Bärenpfoten

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Ende Dezember dieses Jahres machte die Polizei an der Grenze zwischen Russland und China eine schreckliche Entdeckung: Ein Mann hatte versucht, illegal 468 Bärenpfoten und 37 Elchschnauzen nach China einzuführen.

 

Als der Fahrer angehalten wurde, gab er an, Fleisch zu transportieren, doch er hatte keinerlei Papiere, um dies nachzuweisen. Er wurde daher zum nächsten Polizeibüro gebracht, wo sein Fahrzeug entladen wurden.

 

patte d'oursQuelle: Vesti Chita

 

Dabei entdeckten die Polizisten 32 Säcke mit Braunbärpfoten und Elchschnauzen, die auf dem chinesischen Schwarzmarkt verkauft werden sollten. Wie für Eselshaut, gibt es auch für diese Materialien in China eine große Nachfrage und zwar für die traditionelle Medizin als auch für die Gastronomie.

 

braconnage oursQuelle: Vesti Chita

 

Den Elchschnauzen wird nachgesagt, sie seien gut für das Immunsystem und würden zu einer längeren Lebenserwartung beitragen. Bärenpfoten werden meist in Suppe verarbeitet, von der es heißt, sie habe eine aphroditisierende Wirkung.

 

Eine Suppe mit Bärenpfoten ist über 840 € wert. Laut Einschätzungen der Polizei hätte der Fahrzeugführer durch seine "Ware" bestehend aus den Pfoten von 120 Bären also über 22 000 € einnehmen können.

 

chasse à l'oursQuelle: Vesti Chita

 

Doch wie Tatiana Kuznetrova, Mitarbeiterin des Föderalen Sicherheitsdienstes in Russland gegenüber der Zeitung Siberian Times sagte: "Die Schäden, die durch diese Grausamkeit in der Natur entstanden sind, hätte man auch mit den Einnahmen nicht aufwiegen können.

 

Um 468 Bärenpfoten zu bekommen, müssen mehrere hundert Bären illegal erschossen worden sein. Laut Tsypylma Zhamsaranova, Mitglied der tierärztlichen Überwachungsorganisation Rollkhoznadzor "ist es offensichtlich, dass keine Behörde jemals die Erlaubnis dafür gegeben hätte, 150 Bären oder mehr zu erlegen."

 

Der Fahrer des Wagens wird sich nicht wegen einer Straftat verantworten müssen, sondern wird lediglich für die Verwaltungsgebühren aufkommen müssen. Die Polizei sucht aktuell nach den Jägern, die die Braunbären erlegt haben, um diese zur Rechenschaft ziehen zu können.

 


 

Obwohl der Tradition der Tanzbären in Nepal kürzlich ein Ende gesetzt wurde, so fallen Braunbären in Asien jedoch trotzdem häufig Jägern zum Opfer. Außerdem werden sie oft misshandelt. Beispielsweise wurden 22 000 von ihnen auf so genannten Gallenfarmen ausgebeutet, wodurch sie irreparable Gesundheitsschäden davon tragen.

 

In China ist es erlaubt, Bären die Galle zu entnehmen: Ungefähr 10 000 Braunbären werden immer noch unter verheerenden Umständen in Gefangenschaft gehalten.

 

Animals Asia ist die Hauptorganisation, die gegen den Verkauf der Bärengallen kämpft. Seit ihrer Gründung im Jahr 1998 konnten so bereits über 600 Tiere gerettet werden. Wenn ihr die Organisation unterstützen möchtet, könnt ihr das hier tun (Seite auf Englisch).

 

Ihr könnt ebenfalls die Petition der französischen Tierschutzorganisation 30 Millions d'Amis unterschreiben, in der ein Verbot des Verkaufes von Bärengallen in China gefordert wird.

 

Via : Siberian Times

 

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Victoria Bach