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Die ersten Fotos aus der „Bucht der Schande“ in Japan sorgen weltweit für Empörung

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Nach einem wenig erfolgreichen Start diese Woche – die Boote mussten wegen einer starken Strömung am Kai verankert bleiben – konnten die Fischer mittlerweile doch aufs Meer hinaus fahren, um Wale zu jagen. Leider gelang es ihnen am 3. September, 34 Grindwale zu erlegen.

 

Quelle: Dolphin Project

 

Die Mitarbeiter der Organisation Dolphin Project, die von Ric O'Barry gegründet wurde, war vor Ort, um das Geschehen zu filmen und damit die Öffentlichkeit auf das Schicksal der Tiere aufmerksam zu machen. Die erste Jagd der Saison dauerte ganze sieben Stunden. Wie Ric O' Barry auf der Internetseite seiner Organisation erklärte, starben die schwächsten Tiere bereits währenddessen.

 

Die jüngsten und die ältesten sowie die kranken Tiere können einfach nicht Schritt halten, wenn der Rest der Gruppe flüchtet. Manche Delfine sind lebensgefährlich verletzt und manche Jungtiere ertrinken. 

 

Quelle: Dolphin Project

 

Schlussendlich gelang es den Fischern, die Netze über den Delfinen auszubreiten, sodass diese in der Bucht gefangen waren, während die Fischer langsam wieder aufs Festland zurückkehrten.

 

 Quelle: Dolphin Project

 

Zwischen dem 03. und dem 05. September wurden insgesamt 20 ausgewachsene Grindwale erlegt. Ein Tier erlag seinen Verletzungen. Drei der Jungtiere wurden von Dompteuren ausgewählt, um an Aquarien oder Meeresparks weiter verkauf zu werden, wo sie dazu verdammt sind, ihr Leben lang in Gefangenschaft zu leben.

 

There is nothing traditional nor humane…..about causing someone to suffer. TAKE ACTION: dolphin.fyi/HelpJapanDolphins

Posted by Ric O'Barry's Dolphin Project on Monday, September 4, 2017

 

Am 05. September wurden die überlebenden Tiere schlussendlich wieder freigelassen, doch es bleibt ein bitterer Beigeschmack. Wie auf der Internetseite von Dolphin Project zu lesen ist:

 

Grindwale leben in einer matriarchalen Gesellschaft mit ihrer eigenen Kultur und Traditionen. Ohne die Hilfe von erwachsenen Walen haben sie kaum eine Chance, zu überleben.

 

Quelle: Dolphin Project

 

Die Fischer haben danach sofort damit angefangen, eine weitere Gruppe von Walen an der Bucht zu jagen. Zurzeit sind sie zum Glück durch heftige Regenfälle dazu gezwungen, im Hafen zu bleiben.

 

Quelle: The Dolphin Project

 

Mitarbeiter der Organisation Dolphin Project dokumentieren Stunde für Stunde die Situation in der Bucht, die von den japanischen Behörden streng kontrolliert wird. Wenn man vom Dolphin Project spricht, kommt man nicht um den Namen Ric O' Barry herum. Er hat einen relativ untypischen Werdegang hinter sich. Der heute 77 -Jährige war früher Delfindompteur im Miama Seaquarium, wo er auch dafür verantwortlich war, dass Meeressäuger in Gefangenschaft gehalten wurden.

 

Quelle: Cinemotions

 

Er dressierte die fünf Delfine, die die Hauptrolle in der bekannten Serie Flipper, die von 1964 bis 1967 vom amerikanischen Fernsehsender NBC ausgestrahlt wurde. Die Serie war so beliebt, dass es in den 90er Jahren sogar ein Remake gab.

 

Doch ein Ereignis stellte das Leben von Ric O' Barry komplett auf den Kopf:  Der Tod von Kathy, dem wichtigsten Delfin der Serie. Das Weibchen war ins Wasser getaucht, kam jedoch nicht mehr hoch, um Luft zu holen. Ric O' Barry ist der festen Überzeugung, dass die Delfin-Dame Selbstmord begangen hatte, um der Gefangenschaft zu entfliehen.

 

Quelle: The Dolphin Project

 

Dieses Ereignis hinterließ bei ihm Spuren. Er kündigte seinen Job als Dompteur und widmete stattdessen sein Leben den Delfinen. Er wollte alles dafür tun, dass diese nicht mehr in Gefangenschaft leben mussten. Im Jahr 1970 gründete er das Dolphin Project. Diese Organisation kämpft seit über 40 Jahren dafür, dass die Öffentlichkeit vom Schicksal der Meerestiere erfährt.

 

Im Jahr 2009 hat er einen Auftritt in The Cove – die Bucht,  einem Dokumentarfilm, indem das jährliche Abschlachten der Delfine und anderer Meeressäuger in der Bucht von Taiji angeprangert werden. Der Film wurde von den Kritikern gelobt und bekam viele Auszeichnungen, darunter auch der Oskar für die beste Dokumentation des Jahres 2010.

 

Ric O' Barry kämpft weiter für diese Tiere und ist auch bereit, dafür mit dem Leben zu bezahlen. Im Januar 2016 wurde er in Taiji festgenommen und war einige Tage im Gefängnis. Anschließend wurde er des Landes verwiesen.  Dies hindert ihn allerdings nicht daran, sich weiterhin für die Meerestiere einzusetzen. Er möchte erreichen, dass die Jagd auf Delfine in dieser Buch ein Ende findet.

 

Quelle: The Dolphin Project

 

Wenn ihr ihn in seinem Kampf unterstützen möchtet, könnt ihr hier spenden. Wenn ihr über über die neuesten Entwicklungen auf der Bucht auf dem Laufenden bleiben wollte, könnt ihr Dolphin Project hier auf ihrer Facebook-Seite folgen.

 

Die Jagd in der Bucht von Taiji dient vor Allem dazu, die sehr lukrative Industrie der Meeresparks zu bedienen. Die Nachfrage regelt das Angebot und so können nur die Besucher dieser Parks einen Unterschied machen!

 

 

In Deutschland gibt es nur noch zwei Einrichtungen, in denen Meeressäuger gehalten werden. Die Delfinarien in Nürnberg und im Zoo von Duisburg. Es gibt jedoch schon seit einiger Zeit Petitionen im Internet, in denen verlangt wird, sie zu schließen und die Meeressäuger in die Freiheit zu entlassen. Wenn ihr mehr über die beiden Delfinarien wissen möchtet, klickt hier.

 

Die Organisation PETA Deutschland kämpft schon seit geraumer Zeit für die Rechte und die Erhaltung der Tiere. Wenn ihr sie in ihrer Arbeit unterstützen möchtet, könnt ihr hier für den Tierschutz spenden.

 

Via : The Dolphin Project

 

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Andrea A.