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Die dunkle Wahrheit hinter weißen Tigern

Weiße Tiger sind auf der ganzen Welt sehr beliebt. Das ist auch nicht weiter verwunderlich, denn es handelt sich hierbei um sehr markante Wesen. Allerdings bergen die weißen Tiger, die man in Zoos sehen kann ein dunkles Geheimnis. Die meisten von ihnen sind sehr, sehr krank.

 

Der Grund dafür ist, dass weiße Tiger, die oft als Hauptattraktionen für Zoos gezüchtet werden und mittlerweile auf dem Schwarzmarkt als Haustiere sehr beliebt sind, oft durch Inzucht entstanden sind. Man bekommt nur dann einen weißen Tiger, wenn man zwei Tiger paart, die beide das rezessive Gen für diese weiße Farbe haben. Da es allerdings so wenig Tiere mit diesem Gen gibt, greifen Züchter oft zu extremen Mitteln. So zwingen sie beispielsweise Väter und Töchter oder Brüder und Schwestern dazu, sich zu paaren.

 

Woher stammen weiße Tiger?

 

 

Weiße Tiger kommen zwar in der freien Natur vor aber da sie so auffällig sind, können weiße Tigerjunge schnell von anderen Raubtieren gefunden werden. Oft lassen Mütter ihre weißen Jungen alleine zurück, um den Rest der Familie zu schützen. Deshalb sieht man weiße Tiger so selten in ihrem natürlichen Lebensraum. Außerdem werden überlebende Tiere oft wegen ihres Fells von Jägern erschossen.

 

Im Jahr 1951 wurde ein weißes Tigerjunges namens Mohan gefangen. Sein "Besitzer" entschied sich, noch mehr dieser seltenen Raubkatzen zu züchten und als er mit einer "normalen" Tigerdame, mit der er sich gepaart hatte keinen weißen Tiger bekam, entschied man sich, ihn mit seiner Tochter zu paaren. Die daraus entstandenen Jungen waren weiß und wurden in die ganze Welt exportiert, um mehr von ihnen zu produzieren.

 

Quelle: Star2

 

Es ist also nicht schwer nachzuvollziehen, warum alle weißen Tiger – Nachfahren von Mohan und seinen Kindern – die man heute in Zoos und Parks sehen kann, mit einer Vielzahl von Problemen zu kämpfen haben.

 

Welche Gesundheitsprobleme haben diese Tiere?

 

Quelle: Flikr

 

Selbst wenn ein weißer Tiger gesund zu sein scheint – er ist es nicht. Alle weißen Tiger leiden an einer mehr oder weniger ausgeprägten Form von Strabismus und die Mehrheit von ihnen hat zusätzlich Gesundheitsprobleme wie Klumpfüße, Gaumenspalten oder Organe, die in ihrer Funktion eingeschränkt sind.

 

Ein Beispiel für die Konsequenzen, die diese Inzucht haben kann, ist Kenny, der weiße Tiger, dessen Bilder sich schnell in den sozialen Medien verbreitete und von dem es (fälschlicherweise) hieß, er leide am Down-Syndrom.

 

Quelle: Turpentine Creek Wildlife Refuge

 

In Wahrheit waren die Folgen der Inzucht bei Kenny lediglich etwas ausgeprägter als bei den meisten anderen Tigern. Er litt unter einem deformierten Kiefer und einer deformierten Nase. Wie viele andere Tiger starb Kenny mit zehn Jahren circa Jahre früher als andere Tiger in Gefangenschaft.

 

Quelle: Turpentine Creek Wildlife Refuge

 

 Warum werden diese Tiger trotzdem weiter gezüchtet?

 

Bei diesen Tigern handelt es sich nicht etwa, wie einige annehmen, um eine eigene Rasse, sondern um eine spezielle Art der Köngistiger. In vielen Zoos und Sanktuarien sorgen diese Tiere dafür, dass Besucher angezogen werden. Menschen, die diese Tiger als "Haustiere" halten, brüsten sich oft mit ihnen – sie "besitzen" dann nicht nur ein wildes Tier, sondern noch dazu eines, das "selten" ist.

 

Quelle: Saudi Arabia Classifieds

 

Das Züchten dieser Tiere ist alleine schon wegen der damit einhergehenden Gesundheitsprobleme verwerflich. Doch es gibt noch andere Probleme:

 

Um der Nachfrage an weißen Tigern gerecht zu werden, paaren Züchter diese Tiere ohne Rücksicht auf Verluste. In jedem Wurf gibt es auch nicht-weiße Tiger, die als wertlos angesehen werden. Diese Jungen haben nicht nur dasselbe Risiko für Gesundheitsprobleme, sondern tragen noch nicht einmal, wenn sie gesund sind zur Erhaltung ihrer Art bei. Denn hier werden zwei Unterarten, der Königstiger und der Sibirische Tiger gekreuzt.

 

Quelle: Adtobe

 

Man kann sich kaum vorstellen, was mit den "unerwünschten" Tigerjungen passiert. Doch wenn diese nicht für Fotos mit Touristen oder als "Haustiere" missbraucht werden, werden sie oft auf grauenvolle Art und Weise getötet. Auf jeden "gesunden" weißen Tiger kommen 30 Tiger, die entweder totgeboren werden, eine Behinderung davontragen oder eingeschläfert werden.

 

Überall auf der Welt sind Fotos mit Tigerjungen eine Attraktion. Um die Gefahr für Menschen "auszuschließen" werden diese oft unter Drogen gesetzt. Außerdem werden ihnen die Klauen entfernt.

 

Wie kann ich helfen?

 

Source: TWS

 

Zum Glück hat die American Zoo Association die Zucht von weißen Tigern bereits verboten. Doch das hält diejenigen, die denen es nur um den Profit geht leider nicht davon ab, die Tiere weiter zu züchten. Das erste, was ihr tun solltet, wenn ihr in einem Zoo einen weißen Tiger seht, ist zu schauen, welche Informationen man euch gibt.

 

In einer vertrauenswürdigen Einrichtung wird man euch  sagen, was das Problem mit weißen Tigern ist und wo genau sie die Tiere her haben. Big Cat Rescue beispielsweise ist eine Sanktuarium für gerettete Großkatzen. Dort gibt es Informationsseiten wie die über  Zabu, auf denen erklärt wird, dass die Tiere gerettet wurden und dass man sie nicht extra zu diesem Zweck gezüchtet hat.

 

Quelle: Big Cat Rescue

 

Zu diesem Thema muss allerdings noch viel Aufklärungsarbeit geleistet werden, denn die meisten Menschen denken, es handele sich dabei um eine eigene, gesunde Rasse, die wie alle anderen Tiger auch geschützt werden sollte. In Las Vegas beispielsweise dienen Tigerjunge immer noch als Touristenattraktion, die jedes Jahr tausende von Menschen anlocken. Wenn ihr den Menschen erzählt, was wirklich hinter diesen Tigern steckt, wird das auf lange Sicht zu einer Änderung der Situation führen.

 

Außerdem könnt ihr an Sanktuarien wie Big Cat Rescue und The Wildcat Sanctuary spenden. Diese werden dafür sorgen, dass die Tiger in Frieden leben können und nicht weiter zu Züchtungszwecken missbraucht werden.

 

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