News

Der Onlinehandel mit wilden Tieren wird immer beliebter und keiner tut etwas dagegen

Wilde Tiere faszinieren uns. Ob man sie nun draußen in der Natur, auf dem Bildschirm oder in einem Park beobachtet, diese majestätischen Geschöpfe fesseln jeden Tag Millionen von Menschen.

 

Doch für manche Menschen ist das nicht genug.

 

Eine Studie, die im Oktober 2016 von der Born free Foundatition herausgegeben wurde, fand heraus, dass in den USA tausende "exotischer" Tiere online verkauft werden. Hierzu gehören kleinere Tiere wie beispielsweise Schlangen und Fenneke aber auch größere, sehr gefährliche Tiere wie Löwen, Tiger und Bären, die noch dazu vom Aussterben bedroht sind.

 

Quelle: Petzlover

 

Basierend auf einer Studie aus dem Jahr 2007 über das Leben "exotischer" Tiere, die in Privathaushalten oder in Tierparks gehalten werden, zeigt die neue Studie nun auch die Anzeigen, in denen wilde Tiere auf vier verschiedenen Online-Plattformen zum Kauf angeboten werden. In einem Zeitraum von drei Monaten (März bis Juni 2016) wurden ganze 3706 Tiere verkauft.

 

In einer Pressemitteilung sagte Adam Roberts, der Geschäftsführer von Born Free:

 

Durch das Internet ist der Handel mit gefährlichen und exotischen Tieren heutzutage einfacher als je zuvor. Die Leute kaufen Affen, Tiger, Wölfe, Schlange und andere Tiere mit nur einem Klick. Sie denken dass es sich dabei um Haustiere handelt. 

 

Laut dieser Studie sind 55% dieser Tiere noch nicht einmal ein Jahr alt. Ansonsten enthielten die Anzeigen recht wenig Informationen beispielsweise über die Rasse, das Verhalten oder darüber, welche Bedürfnisse diese Tiere haben.

 

Quelle: exoticanimalsforsale

 

Die Nachforschungen haben auch ergeben, dass viele "Züchter" einen Wurf nach dem anderen "produzieren", was bedeutet, dass sich in den USA tausende Tierbabys in den Händen von Laien befinden.

 

Diese Tiere werden dann oft für ihr eigentlich natürliches Verhalten bestraft. Durch die nicht artgerechte Haltung werden die Tiere desweiteren häufig aggressiv und zwar trotz aller Beteuerungen seitens der Züchter, es handle sich ausschließlich um zahme Tiere.

 

Quelle: Born Free

 

Der zugehörige Bericht zur Studie macht allerdings klar, dass dies absolut nicht der Wahrheit entspricht:

 

Trotz der Behauptungen der Züchter ist keines dieser Tiere "zahm". Im Gegenteil, ganz egal, wie diese Tiere in Gefangenschaft gehalten und gezüchtet werden, sie werden ihre Urinstinkte und ihr eventuell aggressives Verhalten nicht loswerden.

 

Dies führt dazu, dass jährlich tausende von Menschen verletzt oder sogar getötet werden. Den Tieren selbst geht es nicht viel besser. Sie landen oft in Zoos oder werden ausgesetzt und müssen sich alleine versorgen. Manche von ihnen werden sogar getötet, sobald sie größer werden.

 

Quelle: Petzlover

 

Ob groß oder klein, fest steht, dass es sich bei diesen Tieren um wilde Tiere handelt, die nicht als Haustiere gehalten werden sollten.

 

Selbst bei sehr kleinen Tieren wie beispielsweise den Fenneken (die oft für Kinder gekauft werden), stellt sich oft heraus, dass sie sich absolut nicht als Haustiere eignen. Sie sind nachtaktiv, mögen es nicht getragen werden und man kann ihnen nicht angewöhnen, ihr Geschäft an einem speziellen Ort zu verrichten.

 

Leider kaufen immer noch viele uninformierte Menschen diese armen Geschöpfe. In den USA haben bisher nur 19 Staaten den Verkauf von exotischen Tieren verboten.

 

Quelle: Born Free

 

Ein kurzer Blick auf die Webseiten, die in der Born Free Study untersucht wurden (exoticanimalsforsale.net, petlover.com) reicht aus, um festzustellen, dass immer noch hunderte Tiere verkauft werden, Darunter Kängurus, Schimpansen und Tiger.

 

Das kann so nicht weitergehen.

 

Quelle: Petzlover

 

 

In Deutschland kämpft die Organisation PETA Deutschland schon seit geraumer Zeit für die Rechte und die Erhaltung der Tiere. Wenn ihr sie in ihrer Arbeit unterstützen möchtet, könnt ihr hier für den Tierschutz spenden.

 

Titelbild via: Born Free USA

 

* * *

 

Holidog möchte das Leben Ihres Vierbeiners erleichtern. Ganz egal ob Sie in den Urlaub fahren und einen Tiersitter brauchen(hier testen) oder Ihren Liebling jeden Monat mit einem fantastischen Geschenk verwöhnen wollen (eine kostenlose HappyBox hier bestellen). Wir danken Ihnen für Ihr Vertrauen!

ADVERTISING