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Sein Hund stirbt im Frachtraum – und die Airline bezeichnet ihn als „verlorenes Gepäckstück“

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Anfang August flog Émilien mit der Gesellschaft Royal Air Maroc nach Dakar und nahm seine 5-jährige, Französische Bulldogge Gaby mit.

 

Seine Hündin musste während des Fluges in den Frachtraum. Kurz nach dem Umstieg in Marokko teilte die Airline dem Franzosen ohne jegliche Erklärung mit, dass seine völlig gesunde, lebensfrohe Gaby während des Fluges gestorben sei.

 

bouledogue-mort-royal-air-maroc-3Quelle: @Émilien S.

 

Émilien erklärt der Tageszeitung Ouest France:

 

Wir haben 150 Euro mehr bezahlt und den Hund in eine bequeme Reisebox gesetzt. Es war das letzte Mal, dass wir sie sahen.

 

"Man sagte mir, dass ich mich beeilen müsse, um meinen Anschlussflug nicht zu verpassen"

 

Als Émilien die schreckliche Nachricht mitgeteilt wird, scheint das Team von Royal Air Maroc das Ausmaß der Situation nicht zu erkennen und stellt noch nicht einmal eine Bestätigung über den Tod der Hündin aus.

 

Auch möchte die Fluggesellschaft zunächst nicht erklären, wie es zu Gabys Tod kam und verschweigt zudem, wo sich ihre Leiche befindet.

 

"Als ich fragte, was passiert sei, antwortete man mir, dass man mir nichts darüber sagen könne und dass ich mich beeilen müsse, um meinen Anschlussflug nicht zu verpassen", erzählt der junge Mann.

 

Quelle: @Émilien S.

 

Sie wird "als verlorenes Gepäckstück" bezeichnet

 

Émilien und seine Angehörigen weigern sich, Casablanca ohne seine Hündin zu verlassen. Doch trotz all ihrer Bemühungen gelingt es ihnen weder, die Leiche der Hündin zu Gesicht zu bekommen noch ein Zertifikat über ihren Tod zu erhalten.

 

Émilien erzählt weiter:

 

Man sagte mir, dass der Hund von den Mitarbeitern der Airline verbrannt wurde und ich bestenfalls damit rechnen müsse, dass er als verlorenes Gepäckstück behandelt wird.

 

bouledogue-mort-royal-air-maroc-7Quelle: @Émilien S.

 

Tod aufgrund von Atemnot?

 

Da die Geschichte sich im Internet schnell verbreitet hat ist und auf die Airline viel Druck ausgeübt wurde, veröffentlichte letztere auf Facebook eine Mitteilung, in der sie ihre Schuld für den Tod der Hündin zurückweist und erklärt, dass er im Frachtraum erstickt sei:

 

"Der Hund musste nach seiner Verbrennung von den Sanitätern auf dem Flughafengelände von Casablanca beerdigt werden", präzisierte Royal Air Maroc.

 

Précisions de Royal Air Maroc à propos du décès du chien Gabi :

Tout d'abord, nous sommes très touchés et très tristes…

Posted by Royal Air Maroc on Monday, August 22, 2016

 

Zudem betonte die Airline, dass Bulldoggen brachycephale, sprich, kurzköpfige Hunde sind, die häufig unter Atemproblemen leiden.

 

So endet die Facebook-Nachricht mit dem Satz: "Royal Air Maroc überträgt dem Besitzer die gesamte Verantwortung für seinen Transport an Bord des Flugzeuges."

 

 

Eine Petition für mehr Gerechtigkeit

 

Seit Anfang August kämpft Émilien für die Aufklärung dieses Skandals und möchte um jeden Preis verhindern, dass die Fluggesellschaft mit dieser Aktion ungeschoren davonkommt. Bis zum heutigen Tage hat er Gaby und ihre Transportbox nicht wiedergesehen:

 

Ich sah, auf welch gewaltsame Art und Weise das Gepäck in das Flugzeug geschmissen wurde. Ich beschuldige niemanden, aber ich würde gerne die Wahrheit erfahren. Zum jetzigen Zeitpunkt weiß ich nicht, wo sich mein Hund aufhält.

 

Zusammen mit seinen Angehörigen traf er nun die Entscheidung, mit verschiedenen Tierschutzorganisationen in Kontakt zu treten und Anzeige zu erstatten.

 

Der junge Mann hat zudem eine Petition gestartet, um für Gerechtigkeit zu sorgen. Bisher haben schon mehr als 10 000 Menschen unterzeichnet.

 

Klickt hier, um zu unterschreiben.

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Andrea A