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Bombenspürhunde von U.S. Army misshandelt, nachdem sie aus Afghanistan zurückkamen

Ein offizieller Bericht vom 1. März 2018 enthüllte, dass die U.S. Army für schuldig befunden wurde, Bombenspürhunde misshandelt zu haben, nachdem diese aus dem Dienst des Militärs entlassen worden waren.

 

Die Hunde, die zwischen 2010 und 2014 geholfen hatten unzählige Leben zu retten, wurden nicht auf angemessene Art und Weise gepflegt, sondern stattdessen fast ein Jahr lang in Zwingern vernachlässigt und wahrscheinlich sogar eingeschläfert.

 

Quelle: Reuters/Suhaib Salem

 

Dem Bericht konnte man außerdem entnehmen, dass nicht nach potentiellen Familien gesucht wurde. Die Army ermöglichte es einem Hund mit Posttraumatischer Belastungsstörung und einem, der möglicherweise ein Beißtraining erhalten hatte, bei Familien mit Kindern unterzukommen.

 

Der Adoptionsprozess wurde von Angestellten als „organisiertes Chaos“ beschrieben, bei dem einige der Leute, die an einer Adoption interessiert waren, nicht in der Lage waren, sich um eine solche Art von Hunden zu kümmern.

 

Als der Vertrag für das Tactical Explosive Detection Dog program TEDD (dt. taktisches Sprengstoffspürhund Programm) im Februar 2014 auslief, hätte die Army die Hunde bewerten und vorschriftsmäßig „beseitigen“ sollen.

 

 

Quelle: Reuters/Fabrizio Bensch

 

Nachdem einige Soldaten, die sich um die Hunde kümmerten, sich über das Schicksal ihre vierbeinigen Retter beschwerten, wurden Ermittlungen eingeleitet. Diese Soldaten versuchten später die Tiere mit der Hilfe von US War Dogs Association und Mission K9 Rescue aus den Army-Zwingern zu retten.

 

Nachdem der Bericht veröffentlicht wurde, waren die Menschen überall in Aufruhr. Ein Twitter-Nutzer sagte:

 

Das macht mich so traurig. Wie weit sind wir gekommen, wenn wir diese heldenhaften Hunde nicht mit dem Respekt, der Ehre und der Würde behandeln können, die unsere Truppen verdienen?

 

 

Das Office of The Inspector General (OIG) sagte dem Onlinemagazin The Independent:

 

Wir fanden heraus, dass der Grundsatz des Department of Defence keine Priorität auf Verfahren setzte, die halfen Sprengstoffspürhunde zu vermitteln. Der Sekretär der Airforce sowie der Ausführungsbevollmächtigte für das Militärhunde-Programm (MWD) haben keine ausreichende Verwaltung und Beaufsichtigung der Pläne und Prozesse der Army zur Beseitigung ihrer Hunde vorgesehen.

 

 

Der Berichte beschuldigte das Militär außerdem, die Hunde eher über einen privaten Partner unsachgemäß zu erhalten als über die Air Force.

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