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Berühmte Persönlichkeiten rufen verzweifelt um Hilfe für Menschenaffen auf der ganzen Welt

Menschenaffen Aussterben
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Vor Kurzem machte sich eine Gruppe wichtiger französischer Persönlichkeiten eine Rubrik der französischen Zeitung Le Monde zunutze, um einen „Schrei“ loszulassen. Dieser war dem Verschwinden der Menschenaffen gewidmet, von denen es nur noch einige Tausend auf dem Planeten gibt.

 

Große Namen aus dem Bereich Film und Tierschutz wie Brigitte Bardot, Nathalie Baye, Mélanie Laurent, zahlreiche Anthropologen und andere Verfechter der Belange der Menschenaffen erhoben ihre Stimme. Sie schlugen dem französischen Umweltminister Nicolas Hulot Maßnahmen vor, die dieser vom Aussterben bedrohten Spezies hoffentlich ein „Recht zu leben geben“.

 

grands singes

 

In einem herzzerreißenden Brief an den Minister erinnert die Gruppe daran, dass die Bedingungen für die Menschenaffen sehr beunruhigend sind und zeigen, dass für die Umwelt einiges auf dem Spiel steht.

 

„Wir werden sagen, dass wir dumm waren, aber wir werden nicht sagen können, dass wir es nicht wussten“

 

Sie verglichen die Situation mit der des Dodos, dessen Aussterben vor ca. 300 Jahren wir heute bereuen, und läuteten die Alarmglocken für Gorillas, Schimpansen und Orang-Utans. Diesen Spezies würden wir in ca. 30 Jahren ebenfalls nachweinen, wenn wir nicht schnell handelten und sie retteten.

 

grands singes

 

Heute versuchen diese Tiere „in den Wäldern von Afrika und Südostasien zu leben oder eher zu überleben“. Die Empörung ist groß: „Wir werden sagen, dass wir dumm waren, aber wir werden nicht sagen können, dass wir es nicht wussten“

 

Seit dem Zeitpunkt, dass Wilderei, Entwaldung und somit die Zerstörung ihres natürlichen Lebensraums totgeschwiegen werden, verschwinden die Menschenaffen Stück für Stück.

 

„Die Menschenaffen sind die Gärtner dieser Wälder“

 

Die Gruppe erinnerte außerdem daran, dass die tropischen Wälder 70% der Pflanzen und 80% der Insekten auf unserer Erde schützten. Die Konsumgesellschaft, die immer weiter wächst und immer mörderischer wird, ist dabei, die Zahl der Tiere zu senken. Dabei sollten wir sie als Brüder ansehen, da wir alle Teil der gleichen Familie sind: der Hominiden.

 

Wir tragen zur Zerstörung einer Natur bei, die so nützlich für den Menschen und all die ist, deren Leben davon abhängt.

 

grands singes

 

Das Drama der modernen Welt beeinflusst vor allem die Menschenaffen, die ihren natürlichen Lebensraum verlieren. Aber auch die Artenvielfalt ist in dem Maße betroffen, dass die Tiere die Wälder am Leben erhalten. „Wir brauchen sie, um den Klimawandel zu bremsen“, fügten die Unterzeichner des Briefes hinzu.

 

Ein besonderer gesetzgebender Status „nicht menschlicher“ Personen

 

Die Gruppe schlug demnach einen Notfallplan vor, damit dieser Fall auf die „Tagesordnung vorrangiger [Projekte] für den Erhalt der Artenvielfalt und die Verbesserung der Bedingungen der Tiere“ gesetzt wird.

 

Sie wünschen sich, dass die Menschenaffen durch den Schutz der Artenvielfalt und die Anerkennung der Rechte für bedrohte Tierarten als „Art des menschlichen Weltkulturerbes“ anerkannt werden. Folgende Maßnahmen wurden dem Umweltminister vorgeschlagen:

 

  • Anerkennung der Menschenaffen als „Art des menschlichen Weltkulturerbes“
  • Start des Projektes „zéro déforestation“ (dt. keine Entwaldung)
  • Eindämmung des illegalen Menschenaffen-Handels sowie des Handels mit Erzen und Gemüsearten aus ihrem natürlichen Lebensraum
  • Senkung der Palmöl-Produktion
  • Verbot von Menschenaffen in Zirkussen, Shows, Fernsehsendungen etc.
  • Einführung des Labels „Ape-Safe“
  • Einführung eines „gesetzgebenden Status nicht menschlicher Personen“

 

Durch diesen Schrei der Verzweiflung hofft die Gemeinschaft, diesen Fall in den Vordergrund zu rücken und den Menschenaffen ein „Recht zu leben“ zu geben.

 

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Emilie Blanc