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Bei einer Hausdurchsuchung macht die Polizei eine niederschmetternde Entdeckung

Wie die Webseite The Dodo berichtete, machte die indonesische Polizei Ende Januar eine furchtbare Entdeckung in einer der Städte der Provinz Java.

 

loris-java-police-sauvetage-1Quelle: International Animal Rescue

 

Acht Faulaffen, oder sogenannte "Loris" waren in Plastikkisten eingesperrt worden. Die verängstigten Tiere hatten nur noch ein paar dreckige Futterreste und wären kurze Zeit später an Käufer am anderen Ende der Welt verschickt worden.

 

Loris sind kleine Primaten, die ihren Namen dem niederländischen Wort "leoris" (zu deutsch: Clowns) verdanken. Die nachtaktiven Säugetiere ernähren sich hauptsächlich von Insekten. Einige Unterarten der Loris sind heute extrem selten, von manchen wurden seit 1937 nur fünf Exemplare in der Wildnis beobachtet.

 

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Quelle: International Animal Rescue

 

Die Loris, die von der indonesischen Polizei gefunden wurden, stehen auf der Liste der 25 Primtaten, die vom Aussterben bedroht sind. Leider werden Loris in Java trotzdem weiterhin gejagt, um als Haustiere an Privatpersonen verkauft zu werden.

 

Die Polizei nahm den Mann, der die Tiere geschmuggelt hatte, in Gewahrsam und übergab die Loris and die Tierschutzorganisation International Animal Rescue (IAR).

 

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Quelle: International Animal Rescue

 

Am Vortag der furchtbaren Entdeckung hatte die Organisation schon sechzehn Loris aufgenommen. Diese waren ebenfalls in der Provinz von Java gefunden worden. Innerhalb von vierundzwanzig Stunden wurden vierundzwanzig Loris gerettet und die Rettungsstation der Organisation gebracht. Unter ihnen befand sich auch ein neugeborener Lori, der die Gefangenschaft leider nicht überlebt hatte.

 

loris-java-police-sauvetage-4Quelle: International Animal Rescue

 

Die Botschafterin der IAR Christine Rattel berichtete The Dodo:

 

Generell gilt, dass die Todesrate von Loris in Gefangenschaft ansteigt. Die Schmuggler sperren die Tiere in kleine Käfige, nachdem sie sie aus ihrem natürlichen Umfeld reißen. Das verursacht Verletzungen, Stress und manchmal tödliche gesundheitliche Beschwerden.

 

Christine Rattel fügte hinzu, dass 80% aller eingefangener Loris nicht einmal lange genug überleben, um auf dem Schwarzmarkt angeboten zu werden.

 

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Quelle: International Animal Rescue

 

Den Loris, die von der IAR aufgenommen wurden, geht es heute verhältnismäßig gut. Sie haben alle noch Zähne, was nicht bei allen gefangenen Tieren der Fall ist. Oftmals werden ihnen die Zähne ausgerissen, damit sie die Händler nicht mehr verletzen können.

 

Es ist ein gutes Zeichen, dass die Loris nicht auf derartige Weise verstümmelt wurden. Mit ein bisschen Glück, werden sie schon bald wieder in die Natur entlassen werden können.

 

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Quelle: International Animal Rescue

 

Leider bleiben Loris in Java eine gefährdete Art. Die Polizei und Tierschutzorganisationen tun alles, um Händler und Käufer rechtzeitig ausfindig zu machen und gegen den illegalen Tierhandel vorzugehen.

 

Karmele Llano Sanchez, Mitarbeiterin der IAR, lobte den Einsatz der indonesischen Behörden.

 

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Quelle: International Animal Rescue

 

Wenn ihr die IAR gerne unterstützen möchtet, habt ihr hier die Möglichkeit dazu.

 

Via : The Dodo

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