Tipps & Tricks

8 tödliche Hundekrankheiten und wie ihr ihnen vorbeugen könnt

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Leptospirose, Parvovirose , Leishmaniose, ihre Namen sind fast unaussprechlich. Doch wenn ihr einen Hund in eurem Leben habt, solltet ihr sie kennen. Denn Tiere beschweren sich oftmals nicht, wenn es ihnen schlecht geht. Und auch kleine Beschwerden können ein Hinweis auf eine schlimmere Krankheit sein. Beobachtet euren Hund sehr genau, wenn ihr große Veränderungen in seinem Verhalten bemerkt.

 

Im Folgenden stellen wir euch 8 Krankheiten vor, die das Leben eures Hundes in Gefahr bringen könnten.

 

1. Hundeseuche (Parvovirose)

dog-illness-1Quelle: @321lovemoo

 


Ein tödlicher und hochansteckender Virus, der die Organe und das Herz des Hundes angreift. Junge Hunde sind besonders gefährdet. Es ist normal, wenn euer Hund an den Ausscheidungen von anderen Hunden schnuppert, doch lasst ihn dabei nicht unbeobachtet. Denn der Virus verbreitet sich über die Berührung mit infiziertem Hundekot. Die Krankheit äußert sich meistens durch einen starken Brech-Durchfall, Gewichtsverlust und Schwächeanfälle.

 

Wie kann man ihr vorbeugen?
Es gibt eine Behandlung, doch sie ist teuer und die Überlebenschancen liegen bei nur 50 %. Doch glücklicherweise gibt es eine sehr wirksame vorsätzliche Impfung. Es sollte schon bei der Adoption des Hundes sichergestellt werden, dass euer Vierbeiner sie erhalten hat. Und wie bei allen anderen Impfungen sollte sie im Laufe des Lebens natürlich auch aufgefrischt werden.

 

2. Staupe

dog-illness-2Quelle: @bongo_thebully

 


Euer Hund hat eine laufende Nase und glasige Augen? Nach 24 Stunden bemerkt ihr sogar Eiter? Begebt euch mit eurem Vierbeiner sofort zum Tierarzt, denn es könnte sich um Staupe handeln, eine sehr ansteckende und gefährliche Krankheit. Die Ansteckung geschieht meistens beim Nasenkontakt mit einem erkrankten Hund. Hohes Fieber, Durchfall und Appetitlosigkeit sind weitere Zeichen, die auf Staupe hindeuten können.

 

Wie kann man ihr vorbeugen?
Gegen Staupe gibt es leider noch kein Medikament. Wie bei der Parvovirose ist das wirksamte Mittel gegen die Krankheit eine frühzeitige Impfung. Obwohl Welpen anfälliger sind, können auch erwachsene Hunde Staupe bekommen. Versichert euch, dass der Impfschutz eures Lieblings nicht abgelaufen ist.

 

3. Leptospirose

dog-illness-3Quelle: @dedemusic

 

Eine schlimme, ebenfalls sehr ansteckende und tödliche Krankheit, die von bestimmten Nagetieren übertragen wird. Darunter vor allem Ratten, die den Boden und Pfützen mit ihrem Urin verseuchen. Passt auf, dass euer Hund nicht mit dreckigem Wasser in Berührung kommt…

 

Haltet ihn vor allem davon ab, es zu trinken! Wenn sie einmal die Blutbahn erreicht haben, greifen die Bakterien verschiedene Organe an. Aus diesem Grund hat die Krankheit viele unterschiedliche Symptome: Erbrechen, Durchfall, Nierenversagen und schwarzen Stuhlgang. Seid vorsichtig, die Krankheit ist bei Berührung auch auf den Menschen übertragbar. Zieht euch Handschuhe an und schützt euch, wenn sich euer Vierbeiner angesteckt hat.

 

Wie kann man ihr vorbeugen?
Antibiotika sind sehr wirksam gegen die Krankheit. Doch trotzdem überleben nur wenige Hunde. Hunde, die die Krankheit überstehen, haben oft mit lebenslangen Gesundheitsproblemen zu kämpfen. Wir raten euch dementsprechend, euren Hund bei der Adoption sofort gegen Leptospirose impfen zu lassen.

 

4. Lyme- Borreliose

 

dog-illness-4Quelle: Source

 

Euer Hund beginnt grundlos zu humpeln? Es kann sich dabei um die ersten Symptome der berühmten Krankheit, die von Zecken übertragen wird, handeln. Die Lyme-Borreliose. Wenn sie nicht behandelt wird, kann sie verschiedene Organe des Hundes angreifen und Dauerschäden an Herz, Nieren und Haut hervorrufen. Fieber, Erschöpfung und Lustlosigkeit sind Zeichen, die auf eine Lyme-Borreliose hinweisen können. Sucht sofort einen Tierarzt auf, wenn ihr ähnliche Symptome bei eurem Liebling erkennt.

 

Wie kann man ihr vorbeugen?

Eine der besten Vorbeugungsstrategien ist natürlich Spaziergänge in Wäldern zu vermeiden, in denen es viele Zecken gibt. Eine Zecke braucht bis zu 18 Stunden, um die Krankheit an euren Hund weiterzugeben. Also untersucht sein Fell nach jedem Spaziergang. Es gibt auch Halsbänder und Sprays, die Zecken fenthalten. Wenn euer Hund sich schon angesteckt hat, kann euer Tierarzt euch Antibiotika verschreiben. Die Behandlung dauert 4 Wochen, in denen euer Hund die Möglichkeit hat, sich zu erholen. Doch manche Beschwerden könnten euren Hund bis zum Ende seines Lebens begleiten. Wir raten euch, sehr vorsichtig zu sein, denn es gibt keine Impfung gegen diese Krankheit.

 

5. Hundemalaria (Babesiose)

 

dog-illness-5Quelle: mr_winstagram

 

Wie auch die Lyme-Borreliose wird Hundemalaria von Zecken übertragen. Jedes Jahr sterben Hunde an dieser Krankheit, die die roten Blutkörperchen angreift. Wenn er sich angesteckt hat, könnte euer Hund an Appetitlosigkeit, Erschöpfung und Erbrechen leiden, während er zeitgleich starkes Fieber bekommt. Ihr solltet ihn schnellstmöglich zum Tierarzt bringen.

 

Wie kann man ihr vorbeugen?
Auch hier können Halsbänder und Sprays Zecken von eurem Vierbeiner fernhalten. Es gibt jedoch eine Behandlung gegen die Krankheit. Diese funktioniert am besten, wenn sie so schnell wie möglich nach der Ansteckung begonnen wird. Zusätzlich gibt es eine Impfung, die aber leider nicht zu 100 % wirksam und sehr teuer ist.

 

dog-illness-6Quelle: @djoublaye

 

6. Rubarth-Krankheit (Hepatitis contagiosa canis)

 

dog-illness-7Quelle: @alex_smeeg
Diese hochansteckende Infektionskrankheit greift die Leber von Hunden an und vor allem junge Hunde sind besonders anfällig. Sie wird in den meisten Fällen durch Nasen- oder Mundkontakt mit erkrankten Hunden oder Füchsen übertragen. Die Symptome sind ähnlich wie bei Hepatitis: Fieber, Erbrechen, Durchfall, Erschöpfung und Gewichtsverlust.

 

Wie kann man ihr vorbeugen?
Es gibt keine bestimmte Behandlung. Tierärzte behandeln die Hunde meistens ihren Symptomen entsprechend. Doch auch wenn viele Hunde genesen, ist die Sterberate vor allem unter jungen Hunden groß. Ihr könnt euren Hund allerdings dagegen impfen lassen.

 

7. Zwingerhusten

dog-illness-8Quelle: @svalans_
Warum "Zwinger"? Es handelt sich um eine hochansteckende Krankheit, die normalerweise ungeimpfte Hunde und Welpen in Zwingern befällt. Der Zwingerhusten ist eine Entzündung der Atemwege, daher ist es nicht überraschend, dass eines der ersten Symptome ein starker Husten ist. Doch er kann von hohem Fieber, Erschöpfung und Appetitlosigkeit begleitet werden. Wenn er nicht rechtzeitig behandelt wird, kann sich der Husten verschlimmern und zu einer Lungenentzündung führen. Das Sterberisiko erhöht sich dabei stark.

 

Wie kann man ihr vorbeugen?
Euer Hund kann wieder vollkommen gesund werden. Beim Tierarzt solltet ihr für ihn einen Sirup oder Antibiotika bekommen. Wenn euer Vierbeiner viel mit seinen Artgenossen in Kontakt kommt (in Parks oder auf dem Land), solltet ihr ihn wahrscheinlich impfen lassen. Redet am besten mit eurem Tierarzt darüber, denn nicht alle Tierärzte empfehlen die Impfung.

 

8. Leishmaniose

dog-illness-9Quelle: @mr_winstagram

 

Ihr lebt im Süden Europas? Oder habt vor, dorthin mit eurem Hund in den Urlaub zu gehen? Hütet euch vor der Leishmaniose. Die Krankheit greift langsam die Organe von Hunden sowie ihr Immunsystem an und kann tödlich verlaufen. Der Schuldige ist ein kleiner Parasit (Leishmania infantum), der über Mückenstiche den Weg in die Blutbahn eures Hundes finden kann. Während den Jahreszeiten, in denen Insekten am aktivsten sind (von Mai bis September), können eure Hunde bis zu 100 Mal in der Stunde gestochen werden. Wenn ihr also feststellt, dass eurer Hund an Gewicht verliert, Hautverletzungen hat (meistens um die Augen herum), Fell verliert oder blutet, überprüft, ob er nicht gestochen wurde.

 

Wie kann man ihr vorbeugen?

Wenn ihr in einer von Leishmaniose betroffenen Region lebt, ist es am besten, Spaziergänge in der Abenddämmerung zu vermeiden. Generell sind Insekten um diese Tageszeit am aktivsten. Zusätzlich könnt ihr eurem Hund ein Insektenhalsband anlegen, das ihn gegen Mücken und Zecken schützt. Es gibt zwar eine Behandlung gegen die Krankheit, doch sie dauert sehr lange und wird von manchen Hunden nicht gut vertragen. Zeit Kurzem gibt es einen Impfstoff, doch euer Hund muss für die Impfung älter als 6 Monate alt sein. Lasst euch, wie immer, zuerst von eurem Tierarzt beraten.

 

dog-illness-10Quelle: Source

 


Euer Hund ist tagtäglich sehr vielen Gefahren ausgesetzt. Doch eines ist sicher: Je besser ihr euch mit Hundekrankheiten auskennt, desto beschützter ist euer Vierbeiner. Haltet die Augen offen! Beaufsichtigt ihn, behaltet seinen Kot im Auge und beobachtet, ob er sich anders verhält, als sonst.

 

Titelbild: mr_winstagram

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Carina