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500 Pferde leiden jährlich bei diesem Fest Qualen und keinen interessiert’s

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Es ist endlich soweit, die Fünfte Jahreszeit ist in vollem Gange. In ganz Deutschland warten Menschen jedes Jahr darauf, bis es wieder heißt: "Die Jecken sind los!". Allerdings sind sich die meisten von ihnen nicht bewusst, wie belastend die jubelnden Massen, herumfliegenden Süßigkeiten und Musik für die vierbeinigen Teilnehmer der Karnevalszüge sind.

 

pferde-zugQuelle: Kölner Stadtanzeiger

 

Wie der Kölner Stadtanzeiger berichtet, musste sich der Kölner Stadtrat im  Januar 2017 überlegen, ob Pferde in der Zukunft noch an den Zügen teilnehmen werden. Jährlich reiten bis zu 500 Tiere bei den Paraden mit. Das Netzwerk für Tiere in Köln, die Tierrechtsinitiative und der Verein Rheinvegan hatten jedoch eine Beschwerde eingereicht. Die Tierschutzorganisationen erklärten:

 

Pferde sind sehr schreckhafte Fluchttiere. Laute Musik, singende und tanzende Menschenmassen am Wegesrand, stundenlanges Gehen auf Asphalt in einem unnatürlichen Schritttempo, wenig Wasser und Futter sowie  herumliegende Süßigkeiten – all dies sind Dinge, die den sensiblen Tieren zwangsläufig Stress zufügen.

 

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Am 25.01.2015 traf ein Beschwerdeauschluss die Entscheidung, dass Pferde weiterhin an den Paraden in Köln teilnehmen dürfen. Allerdings wurde angekündigt, mehr tierärztliche Kontrollen durchzuführen. Denn in der Vergangenheit wurde während der Karnevalszüge mehrmals gegen das Tierschutzgesetz verstoßen. Dies verbietet eigentlich den Einsatz von Beruhigungsmitteln. Doch trotz regelmäßiger Kontrollen zeigten Bluttests, dass immer wieder Medikamente zum Einsatz kamen, um die Pferde während der wilden Feierlichkeiten zu beruhigen.

 

Trotzdem ändern strengere Kontrollen leider nichts an dem Stress, dem die meisten Pferde während der Karnevalszüge ausgesetzt sind. Tierschützer bemühen sich schon seit vielen Jahren um ein Pferdeverbot bei Karnevalsumzügen- in Köln und in anderen Städten. Doch bisher hat sich der Kölner Stadtrat nicht überzeugen lassen. Die amtliche Tierärztin Claudia Behlert, die bei den Umzügen für die Kontrolle der Tiere zuständig ist, kommentierte:

 

Ich halte den Einsatz von Pferden für vertretbar, sofern die Anforderungen erfüllt sind.

 

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Diese Anforderungen besagen unter anderem, dass die Tiere sowie die Reiter für Veranstaltungen dieser Art ausgebildet sein müssen und keine Beruhigungsmittel bekommen sollen. Letztere Vorgabe scheint jedoch in vereinzelten Fällen immer noch nicht ernst genommen zu werden.

 

Pferde sind heute immer noch beliebte Zugtiere, ob in Paraden oder bei Kutschfahrten durch die Stadt. Allerdings rückt das Wohlergehen der Tiere dabei manchmal an zweite Stelle. Wie die Tierinitiative in ihrer Beschwerde an die Stadt Köln sagte:

 

Nach §3 (1) des Tierschutzgesetzes ist es verboten, Tieren Leistungen abzuverlangen, denen sie offensichtlich nicht gewachsen sind. Die Nutzung von Pferden im Karnevalszug widerspricht §3 (1) TierSchG und kann damit nur rechtswidrig sein.

 

01k---26-71-110745113-oriQuelle: Patric Fouad

 

Dieses Jahr werden Pferde zwar immer noch an den Karnevalszügen teilnehmen, doch immer mehr Menschen werden auf das Schicksal der Tiere aufmerksam. Hier könnt ihr euch ein Video eines Karnevalszugs angucken, bei dem Pferde durch die laute Menge laufen:

 

 

Wenn ihr die Beschwerde an die Stadt Köln gerne lesen möchtet, klickt hier. Wenn ihr die Tierrechtsinitiative Köln gerne unterstützen möchtet, um nächstes Jahr einen weiteren Versuch zu starten, klickt hier.

 

 

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Carina