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5 Tipps für eine gelungene Wanderung mit seinem Hund

Wandern Hund Tipps
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Die sonnigen Tage kommen langsam wieder und bieten die perfekte Gelegenheit für lange Spaziergänge mit eurem Hund. Wer gerne wandern geht, kann sogar in Betracht ziehen, diesen Sport mit seinem Vierbeiner auszuüben. Man muss nur einige Regeln beachten.

 

Wenn man die Gesundheit und Sicherheit seines Tieres und der anderen Wanderer nicht in Gefahr bringen will, sollte man eine Wanderung im Voraus genau planen. Wenn ihr diese neue Aktivität gerne mit eurem Hund ausprobieren möchtet, folgt diesen fünf Tipps. Vielleicht wird er dann genau so ein Fan wie ihr.

 

1. Geht sicher, dass euer Hund fit genug für eine Wanderung ist

 

Im Gegensatz zu einem einfachen Spaziergang ist eine Wanderung richtiger Sport. Aus diesem Grund müssen Hunde wie auch Menschen ausreichend in Form sein. Wenn euer Hund nicht an lange Spaziergänge gewohnt ist und lieber in seinem Körbchen liegt, ist es wichtig, ihm bei der ersten Wanderung nicht gleich alles abzufordern.

 

Um seine Ausdauer zu stärken, könnt ihr damit anfangen, seine normalen Spaziergänge zu verlängern, ihn an Hänge und Gefälle zu gewöhnen oder ihn mehr rennen zu lassen (sei es beim Spielen oder mit euch zusammen).

 

Wenn euer Hund sich an der Leine noch nicht so wohl fühlt oder wenn er euch nicht immer gehorcht, wenn er frei rumläuft, nehmt euch Zeit, um ihn ein wenig zu erziehen. So könnt ihr ihm und anderen Wanderern Probleme ersparen.

 

wandern mit hundQuelle: Steve Dale pet world

 

Bevor ihr loslegt, zögert nicht mit einem Besuch beim Tierarzt. Dieser kann sicherstellen, dass euer Vierbeiner wirklich bei guter Gesundheit ist, alle seine Impfungen hat und richtig gekennzeichnet ist.

 

Wenn ihr im Sommer wandern wollt, bevorzugt kühle Tageszeiten, um einen Hitzschlag zu vermeiden – der auch tödlich enden kann – und die Pfoten eures Tieres nicht zu verletzen.

 

Wenn ihr in den Bergen wandern geht, achtet darauf, ob euer Hund eventuell an Höhenkrankheit leidet. Bei folgenden Anzeichen sollten bei euch die Alarmglocken läuten: starkes Keuchen, deutlich verlangsamter Gang und andere Anzeichen von Müdigkeit.

 

Ein Hund bleibt erst stehen, wenn er kaum noch weiterlaufen kann. Es liegt also an euch, wachsam zu sein. Macht ruhig lange Pausen oder brecht die Wanderung ab, wenn euer Hund wirkt, als würde er leiden.

 

2. Rüstet euch richtig aus, um mit eurem Hund zu wandern

 

Um für alle Eventualitäten gewappnet zu sein, ist bei allen Wanderungen die richtige Ausrüstung sehr wichtig. Hier die Dinge, die bei einer Wanderung mit Hunden unabdingbar sind:

 

    • Wasser und Futter: Nehmt dafür auch Näpfe mit. Faltbare und leichte Modelle sind am besten geeignet.

 

    • Etwas zum Wegräumen der Häufchen eures Hundes: Auch die Wanderwegen solltet ihr sauber hinterlassen.

 

    • Ein Halsband mit graviertem Anhänger: Wenn euer Hund weglaufen sollte, kann ein Anhänger mit euren Daten dem Finder dabei helfen, Kontakt mit euch aufzunehmen. Das Halsband ersetzt aber nicht die Kennzeichnung mit einem Mikrochip oder einer Tätowierung.

 

    • Ein Laufgeschirr und eine Leine: Ein Laufgeschirr wird empfohlen, um Verletzungen am Hals eures Hundes zu vermeiden. Die Leine ist dringend notwendig, damit ihr mit eurem Hund auch in Zonen wandern könnt, wo er nicht frei laufen darf.

 

    • Ein Erste-Hilfe-Kit für Hunde: Darin sollten enthalten sein: eine Schere, eine Pinzette (zum Entfernen von Dornen, Splittern, …), eine Zeckenzange, Latexhandschuhe (um euren Hund ohne Risiko anzufassen), Desinfektionsmittel, Watte, Mullbinden, Klebeband, eine Dosierpipette (um eine Wunde genau auszuspülen oder Medikamente zu verabreichen), ein Thermometer, ein Maulkorb (um Bisse zu vermeiden, wenn ihr euren Hund behandelt), eine Decke.

 

    • Den Kontakt eines Notfall-Tierarztes: Geht sicher, dass ihr in jeder Situation einen Tierarzt kontaktieren könnt.

 

    • Sonnencreme für Hunde: Wenn ihr im Sommer wandern geht und euer Hund kurzes oder helles Fell hat, solltet ihr wissen, dass auch unsere Vierbeiner empfindlich auf Sonne reagieren. Vergesst nicht, sie zu schützen.

 

    • Schuhe für Hunde: Wenn euer Hund empfindliche Ballen hat, solltet ihr ihm eventuell geeignete Schuhe anziehen. Denkt aber daran, ihn vor der Wanderung daran zu gewöhnen.

 

    • Rucksack für Hunde: Mittelgroße bis große Hunde können einen Teil ihrer Ausrüstung dank eines Hunderucksacks selbst tragen. Das Gewicht des Inhalts sollte aber nicht über 20% des Körpergewichts eures Vierbeiners liegen. Außerdem muss er gut angepasst sein, um ihm keine Rückenschmerzen zu bereiten. Genau wie bei den Schuhen solltet ihr euren Hund vorher an den Rucksack gewöhnen.

 

    • Eine Warnweste für Hunde: Wenn ihr während der Jagdsaison wandert, kann eine Leuchtweste sich als sehr nützlich erweisen, um eure Fellnase von anderen Tieren zu unterscheiden und nicht zur Zielscheibe der Jäger zu machen.

 

3. Erzieht euren Hund und euch selbst für die Wanderung

 

Erziehung eines Hundes beim Wandern

 

Eine Wanderung steht für euren Hund oft synonym für Momente in Freiheit und Natur. Damit diese Zeit reibungslos verläuft, muss euer Hund gut erzogen ein.

 

Zuallererst muss er wissen, wie man an der Leine läuft, ohne zu ziehen. Andernfalls wird er sehr schnell erschöpft sein, sich wehtun und die Wanderung beenden.

 

hund erziehen wanderungQuelle: Long Haul Trekkers

 

Wenn ihr euch entscheidet, euren Hund frei laufen zu lassen, geht sicher, dass er eurem Rufen gehorcht, und habt ihn immer in eurem Blickfeld. Ein Hund kann sehr schnell abgelenkt werden, aufgeregt sein oder wegen eines Wildtiers, eines anderen Hundes oder eines Spaziergängers aggressiv werden.

 

Lasst euren Hund nicht zu einem anderen gehen, ohne dass der andere Besitzer es euch erlaubt. Auch wenn euer Hund gut trainiert ist, könnte der andere Hund sich gefährdet fühlen. Zwingt auch andere Wanderer nicht, mit eurem Hund zu interagieren, sondern holt ihn zurück.

 

Wenn ihr auch nur den kleinsten Zweifel habt, könnt ihr euren Hund während der gesamten Wanderung an der Leine lassen.

 

Wie man sich bei einer Wanderung einem Hund gegenüber verhalten sollte

 

Genauso wichtig wie seinen Vierbeiner für eine gelungene Wanderung zu erziehen, ist es auch, selbst zu wissen, wie man sich einem unbekannten Hund gegenüber verhält.

 

Vermeidet es, an einem Hund vorbeizurennen, plötzlich vor ihm stehen zu bleiben oder schnelle Bewegungen zu machen, wenn ihr überrascht oder verschreckt seid. Ein Hund kann sich von einem unerwarteten Verhalten eines Menschen angegriffen fühlen und schnell reagieren.

 

Damit euch dies nicht passiert, ist die einfachste Lösung, einfach weiterzulaufen, wenn ihr an einem Hund vorbeigeht. Wenn ihr seht, dass ihr einen Hund überholen müsst, der euch noch nicht gesehen hat, könnt ihr seine Besitzer vorwarnen, damit sie ihn zurückhalten können.

 

Wenn ihr einen Hund seht, der aggressiv scheint, seine Besitzer aber nicht in der Nähe sind, ist es am sichersten umzukehren. Ihr könnt einen anderen Weg nehmen oder warten, bis der Besitzer sich seinem Hund annimmt.

 

4. Bedenkt Gefahren, denen euer Hund in der Natur begegnen kann

 

Eine der größten Gefahren für euren Hund sind Parasiten. Besonders bei einer Wanderung wird er diesen ausgesetzt sein.

 

wandern mit hundQuelle: Life with muts

 

Achtet darauf, dass euer Hund sich von Pinien-Prozessionsspinnern fernhält. Schon ein leichter Kontakt kann für schlimme Verletzungen sorgen.

 

Passt auf Flöhe und Zecken auf. Kontrolliert das Fell eures Hunde, wenn ihr wieder zu Hause seid und auch noch einige Tage danach. Flöhe können zu allergischen Reaktionen führen und Zecken schwierige Krankheiten wie Babesiose oder Borreliose hervorrufen.

 

Seid auch bei Moskitos wachsam. Diese können Krankheiten wie kardiovaskuläre Dirofilariose, auch bekannt als Herzwurmerkrankung, übertragen.

 

5. Findet den richtigen Ort für eine Wanderung mit eurem Hund 

 

Nicht alle Wanderwege sind für Haustiere zugänglich. Nationalparks erlauben zum Beispiel keine Hunde, auch wenn sie angeleint sind. Einige regionale Naturparks akzeptieren sie nur an der Leine, um die Wildtiere nicht zu verschrecken.

 

Für die restlichen Wege sieht das Gesetz nicht vor, dass man Hunde anleinen muss. Es verbietet jedoch, dass ein Hund sich frei bewegt, ohne im Blickfeld des Besitzers zu sein oder diesen zumindest zu hören. Wenn ein Hund Schaden anrichtet, wird der Besitzer sich dafür verantworten müssen.

 

Nun liegt es an euch, den richtigen Weg für euren Vierbeiner und euch zu finden.

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Victoria Bach