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5 hartnäckige Mythen über Tiere aus dem Tierheim, die ihr nicht glauben solltet

Die Mitarbeiter von Tierheimen tun eine sehr wichtige Arbeit. Dank ihnen bekommen tausende von Hunden und Katzen jeden Monat eine zweite Chance im Leben.

 

Glücklicherweise wird immer mehr Menschen klar, dass es am besten ist, Tiere aus Tierheimen aufzunehmen, wenn sie nach einem Haustier suchen. Doch manche Mythen über diese Tierheimtiere scheinen einfach nicht verschwinden zu wollen.

 

Um diese Mythen endlich vom Tisch zu räumen und diejenigen zum Schweigen zu bringen, die es noch immer nicht glauben, zeigen wir euch 5 Mythen über Tierheimtiere, die ihr ab sofort vergessen solltet!

 

1. Es ist teuer

shelter-homes-1Quelle: OneGreenPlanet

 

Wenn sie ein Tier aufnehmen, müssen Tierheime Geld dafür ausgeben. Unterkunft, Futter, Impfungen, medizinische Versorgung, Kastration, all das übernimmt das Tierheim. Manche Einrichtungen werden staatlich unterstützt, doch viele müssen sich auf Spenden von Organisationen und Mitgliedern verlassen.

 

Dem Tierheim eine Gebühr zwischen 50€ und 150€ zu zahlen ist daher normal und es deckt einen Teil der Kosten, den die Einrichtung hatte. Ganz besonders, wenn man bedenkt, dass manche Menschen tausende von Euro ausgeben, um ihre "Lieblingsrasse" nach Hause bringen zu können.

 

2. Tierheimtiere sind verhaltensgestört

shelter-homes-2Quelle: GatewayPets

 

Das ist eine falsche Annahme, die jedoch leider noch immer viele Menschen davon abhält, Tierheimtiere aufzunehmen. In Wirklichkeit hat der Großteil der Tiere schon in Familien gelebt und ist nicht traumatisiert. Die Tiere sind weder aggressiver oder instabiler als andere Tiere.

 

Natürlich gibt es auch Ausnahmen. Manche Tiere haben schlimme Dinge erlebt und haben Schwierigkeiten, Menschen zu vertrauen. Doch in den meisten Fällen brauchen misshandelte Tiere sogar noch mehr Liebe und Zuneigung und werden zu unglaublich liebenden Familienmitgliedern.

 

3. Tierheime sind traurige Orte

shelter-homes-3Quelle: PetParent

 

Manche Menschen weigern sich, einen Fuß in Tierheime zu setzen, weil es angeblich dunkle, deprimierende Orte sind. Diese Auffassung ist ganz einfach falsch! Selbstverständlich trifft man in Tierheimen hier und da auf traurige Tiere, die sich nur langsam von ihrer Vergangenheit erholen.

 

Doch der Großteil der Tiere ist im Tierheim um einiges glücklicher als auf der Straße, wo sie gegen die Kälte und andere Gefahren kämpfen mussten. Und die freiwilligen Mitarbeiter verbringen viel Zeit mit den Tieren. Ihr Tag ist gefüllt mit Spaziergängen und Spielstunden.

 

4. Man bekommt keine reinrassigen Hunde

mixed-breed-dogs-17 2Quelle: BoredPanda

 

Das mag in manchen Fällen sogar sein. Aber was wäre schlimm daran? Ist ein Hund nur ein Modeobjekt, das man sich in einem Katalog aussucht? Und man ihn irgendwo sitzen lässt, wenn er aus der Mode gekommen ist? Einen Hund aus dem Tierheim zu holen bedeutet, einen Schritt ins Unbekannte zu wagen. Man kommt ins Tierheim und erlebt plötzlich ein Wunder. Ein Hund nähert sich euch, schnüffelt und lässt sich streicheln. Hunde wählen uns aus genauso wie wir sie auswählen. Das ist das Schöne an Adoptionen aus dem Tierheim!

 

Und wenn ihr trotzdem darauf besteht, einen Hund mit einer bestimmten Hunderasse zu haben, gibt es immer die Möglichkeit, einen im Tierheim zu finden. Ihr müsst euch nur ein bisschen gedulden und vielleicht mehrere Tierheime besuchen.

 

5. Alle Tiere in Tierheimen sind alt

Quelle: MultnomahDogs

 

Leider wollen die meisten Menschen Welpen. Sie sind süß, sie gefallen den Kindern und man kann niedliche Fotos mit ihnen machen…Aus diesem Grund werden tausende von alten Tieren in Tierheimen eingeschläfert.

 

Niemand will sie. Natürlich ist ein Welpe oder ein Katzenbaby süß. Aber denkt einmal nach: Ein älteres Tier ist schon erzogen und um einiges ruhiger. Und es handelt sich um ein Tier, das euch für immer dankbar dafür sein wird, dass ihr es gerettet habt.

 

Doch auch hier könnt ihr euch sicher sein: Wenn ihr unbedingt einen Welpen oder ein Katzenbaby wollt, werdet ihr früher oder später auch in Tierheimen fündig werden!

 

shelter-dog-6Quelle: PopSugar

 

Wir können es gar nicht oft genug wiederholen: Adoptieren und nicht kaufen!

Tierheime sind voller süßer Tiere, die auf eine liebende Familie warten. Es ist unverantwortlich, weitere in die Welt zu bringen, nur um sie verkaufen zu können. Tiere sind keine Ware, die in und aus der Mode kommen. Wenn ihr einen Hund aus dem Tierheim aufnehmt, rettet ihr gleichzeitig ein Leben.

 

Wenn euch das Thema interessiert, könnt ihr hier ein Tierheim in eurer Nähe finden. Wenn ihr nicht adoptieren wollt, aber trotzdem helfen möchtet, besucht eure städtischen Tierheime. Sie freuen sich immer über helfende Hände!

 

Titelbild: @PetParent

 

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