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20.000 Dachse mussten sterben, um Viehherden zu schützen

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Im Herbst 2017 wurden 19.274 Dachse in West Country, England, getötet, um Viehherden vor Rindertuberkulose zu schützen, die sich in der Region ausbreitete. Während einige der Tiere gefangen wurden, bevor man sie erschoss, tötete man die Meisten bei einer Treibjagd. Die britische Vereinigung der Tierärzte bezeichnet dieses ethode als „grausam“.

 

Quelle: ITV

 

Das englische Landwirtschaftsministerium hingegen sieht die Aktion als Erfolg an. Die Behörden möchten die "Erlegungszone" im nächsten Jahr noch vergrößern. Dachse sind jedoch eine in England geschützte Tierart und auch die Tierschützer bleiben nicht einfach still. Dominic Dyer, Leiter der Organisation Badger Trust wehrt sich:

 

Das Erlegen der Dachse ist das schlimmste Beispiel für Inkompetenz, Nachlässigkeit und Betrug im Kern der Regierung. 50 Millionen an öffentlichen Geldern auszugeben, um zehntausende Dachse ohne jeglichen Beweis dafür zu töten, dass das Vorkommen von Rindertuberkulose sinken wird, ist eine Beleidigung.

 

Quelle: Coventry Telegraph

 

Dabei gibt es keinen wirklichen Zusammenhang zwischen der kontrollierten Bevölkerung der Dachse und der Ausbreitung der Rindertuberkulose. Der britische Landwirtschaftsminister antwortete, dass diese Strategie zu Erflogen führte und dass das Erschießen der Dachse Teil einer Reihe von Maßnahmen sei, die ebenfalls regelmäßige Tests der Herden beinhalte, um Tuberkulose entgegenzuwirken.

 

Viele Wissenschaftler teilen diese Meinung nicht. Sie stellen die Dauer des Experiments – nur zwei Jahre – und die Ungewissheit über die Dinge, die die Ausbreitung der Krankheit direkt beeinflussen, in Frage. Es wurde auch über Vorfälle in den "Schusszonen" berichtet, die das Leben von Menschen in Gefahr bringen könnten. Dort wurde unmittelbar in der Nähe von Demonstranten geschossen, die sich gegen die Jagd richteten.

 

Anne Brummer, Leiterin der Organisation Brian May’s Save Me Trust ist aufgebracht:

 

Das Landwirtschaftsministerium muss aufhören, Daten zu erzeugen, die nicht einmal das Papier wert sind, auf dem sie geschrieben werden. Stattdessen sollte es reelle Fakten veröffentlichen. Die Erschießung schadet den Bauern, dem Vieh und den Dachsen. Das Konzept ist nicht durchdacht und voller schlechter Vorgehensweisen. Wir müssen zusammenarbeiten und den wahren Feind bekämpfen: die Rindertuberkulose. 

 

 

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Andrea A.