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2.400 Schafe sterben auf einem Schiff in Richtung Mittlerer Osten – Ermittlungen laufen

Schafe sterben auf Schiff
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Der australische Landwirtschaftsminister David Littleproud startete eine Ermittlung, nachdem bekannt wurde, dass 2.400 Schafe auf einem Schiff der Firma Emanuel Exports starben, das im August 2017 auf dem Weg in den Mittleren Osten war.

 

Quelle: David Lade

 

Die Videos wurden von einem Whistleblower aufgenommen und anschließend der Organisation Animals Australia übergeben. Diese zeigte es letzten Mittwoch Littleproud. Laut The Guardian sagte letzterer:

 

Ich habe Bildmaterial gesehen, dass Animals Australia mir zukommen ließ. Dieses ist sehr beunruhigend. Ich bin schockiert und am Boden zerstört. Das ist der Lebensunterhalt australischer Farmer, der sich auf diesem Schiff befindet… Es ist ihr Stolz und ihre Freude und es ist absolut sch****, dass das, was ich gesehen habe, passiert ist. 

 

Das Schiff, das am 1. August von Fremantle ablegte, sollte 63.804 Schafe nach Katar, in die Vereinigten Arabischen Emirate und nach Kuweit bringen. Alle Lebend-Transporte, die eine Sterberate von über 2% aufweisen, müssen untersucht werden. Da 3,76% der Schafe aufgrund der Hitze starben, ist nun eine Ermittlung des Umweltministeriums in Gang.

 

Screenshot des Bildmaterials. Quelle: 60 Minutes

 

In einer Erklärung am Donnerstag sagte Littleproud, dass er ein Notfalltreffen mit dem Ministerium hatte, nachdem er das Bildmaterial gesehen hatte. Zudem dankte er Animals Australia, einer Organisation, die zuvor mit den Landwirtschaftsministern in Konflikt stand, dass sie das Material geteilt hatten. Er sagte:

 

Wir müssen ein Umfeld bilden, wo Gruppen, Whistleblower und Einzelpersonen sich wohlfühlen und gerne vorbei kommen. Auf diese Weise können wir diejenigen schnappen, die das Falsche tun.

 

Traurigerweise ist es nicht das erste Mal, das Emanuel wegen Tieren, die durch Hitze starben, unter Beschuss steht. Während der Transport, von dem die Rede ist, letztes Jahr stattfand, wurden die Exporteure aus Perth gewarnt, dass es zu einer Anklage wegen eines Transports aus dem Jahr 2016 kommen könnte, bei dem 3.027 von 69.322 Schafen starben, was eine Sterberate von 4,36% darstellt.

 

Es wurde sogar berichtet, dass es aufgrund der bloßen Zahl toter Schafe an Bord schwierig war, die Situation zu handhaben. Laut einiger Ermittlungsberichte, erreichte die Temperatur 36°C und die Luftfeuchtigkeit lag über Nacht bei 95%.

 

Obwohl Emanuel ein neues Team einstellte, das sich um die zusätzlichen Haushalt kümmern sollte – wie darauf zu achten, dass die Wassertröge voll sind -, waren diese Maßnahmen eindeutig nicht ausreichend, um dem Sterben der Tiere vorzubeugen.

 

Screenshot des Bildmaterials, der ein totes Lamm zeigt. Quelle: 60 Minutes

 

Emanuel musste beim nächsten Transport, der im September stattfand, einem Plan zur Handhabung der Hitzebelastung folgen. Die Sterberate sank um 0,52%. Das Ministerium sagte 2017, dass es seine Grundsätze in Bezug auf Hitzebelastung für den Sommer 2018 überarbeiten werde.

 

Littleproud sagte, dass er keine Angst haben werde, einen Aufruf zu starten und starke Strafen für die zu fordern, die ihrer Verantwortung nicht nachkämen. Dann sagte er, dass er die Farmer unterstütze, die auf den Lebend-Transport vertrauten, und die Exporteure, die das Richtige tun. Er fügte hinzu, dass die Farmer, die sich um ihre Tiere kümmern, wütend und verletzte sein würden, wenn sie das Bildmaterial sähen.

 

Animals Australia sagte, dass man im Namen des Whistleblowers Kontakt zu Littleproud aufgenommen habe, der die Aufnahmen an 60 Minutes weiterleitete.

 

Eine Sprecherin von Animals Australia sagte: „Diese Bekanntmachung des Minister zeugt von dem Ernst dieser Situation und der Stärke der Beweise, die der Regierung vorgelegt wurden.“

 

Via: The Guardian

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Louise Springham