Er foltert einen Welpen in einem Live-Video zu Tode. Jetzt schalten sich Tierschützer ein

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Seit einigen Tagen mobilisieren diese Bilder Tierschützer in ganz China. Ein Mann machte ein Video, in dem er einen kleinen Welpen zu Tode folterte und strahlte es live im Internet aus.

 

(Vorsicht, die folgenden Bilder könnten verstörend sein)

 

Am 16. Januar stellte der Täter Bilder ins Internet, auf denen man sieht, wie der Hund gefesselt wurde. Am nächsten Tag begann er das Tier mit einem Skalpell zu „sezieren“, bis es seinen Verletzungen erlag.

 

chine-dissection-chiot-cruaute-peta-4Quelle: Peoples‘ Daily Online

 

Die Nachricht, die das Video begleitete, erklärte, dass er sich auf diese Weise an einer Gruppe Tierschützer rächen wollte. Die Tierschützer hatten am 19. November 2016 einen Stau verursacht, als sie ein paar Hunden zu Hilfe kommen wollten. Ein Angehöriger des Täters war zu diesem Zeitpunkt gestorben und es war ihm nicht mehr gelungen, sich zu verabschieden.

 

„Wenn keine Tierschützer auf der Autobahn herumgelaufen wären, hätte ich nach Peking fahren und mich verabschieden können“, erklärte er auf Weibo, dem chinesischen Facebook.

 

Wie die Daily Mail berichtet, lösten die Bilder und das Video eine große Welle der Wut aus. Schließlich wurden sie von den Administratoren gelöscht. Zu seiner Verteidigung sagte der Täter, dass er bei der Sezierung alle wissenschaftlichen Regeln befolgt hatte.

 

chine-dissection-chiot-cruaute-peta-7Quelle: Peoples‘ Daily Online

 

Chinesische Juristen bestätigten der Webseite Peoples‘ Daily Online, dass Live-Sezierungen im Internet in China nicht illegal seien. Es müsse nur klar gesagt werden, dass es sich um eine wissenschaftliche Sezierung handelt. Allerdings verstoßen die Aufnahmen des Mannes gegen das chinesische Gesetz, welches besagt, dass Bilder „die öffentliche Ordnung nicht durcheinander bringen dürfen“.

 

Es ist nicht ganz klar, wo der Welpe herkam, doch schon Wochen zuvor hatte der Mann Bilder von zwei Hunden hochgeladen. Er erklärte, dass sie „Geschwister waren und einer von ihnen an der Vorführung teilnehmen würde“.

 

Der asiatische Zweig der Tierschutzorganisation PETA forderte die Behörden auf, den „extrem gewalttätigen und gefährlichen Mann“ ausfindig zu machen. Die Leiterin von PETA in England fügte hinzu:

 

Einen Welpen gnadenlos in einem Anfall von unkontrollierbaren Zorn zu töten zeigt, dass er eine Gefahr für andere darstellt.

 

PETA rief daraufhin mögliche Zeugen auf, die Identität des Mannes an die Behörden preiszugeben.

 

chine-dissection-chiot-cruaute-peta-1Quelle: Peoples‘ Daily Online

 

In Deutschland greift Fällen von Tierquälerei das Tierschutzgesetz. Mutwillige Tierquäler können demnach bis zu drei Jahren Gefängnis und zu Geldstrafen verurteilt werden. Allerdings sind solche Urteile in der Realität leider selten.

 

Auf Avaaz.org wurde eine Petition gestartet, die härtere Strafen für Tierquäler verlangt.

 

Wenn ihr sie unterschreiben möchtet, klickt hier.

 

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