50.000 „nutzlose“ Windhunde werden bald getötet. Und das Schauspiel wiederholt sich jedes Jahr…

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Es ist ein Skandal, der sich aufs Neue wiederholt. Jedes Jahr, wenn sich die Jagdsaison dem Ende zuneigt, werden in Spanien tausende von Windhunden getötet. Sie sogenannten „Galgos“ werden von spanischen Jägern in Massen gezüchtet und schließlich für die Jagd eingesetzt.

 

Wenn die Saison zu Ende ist und die Hunde zu alt oder „nutzlos“  geworden sind, werden sie „ausgemistet“.

 

Galgos-Greyhound-chasse-5Quelle: LévrierSansFrontières

 

Die Tiere werden Opfer von unsagbarer Gewalt und die Jäger, sogenannte „galgueros“, übertreffen sich gegenseitig mit der Grausamkeit ihrer Tötungsmethoden. In vielen Fällen werden die Hunde von Klippen geworfen oder bei lebendigem Leibe verbrannt.

 

Galgos-Greyhound-chasse-15Quelle: VICE

 

 

Ein paar Jäger lassen ihre Tiere allerdings lieber in ihren Käfigen verhungern oder verdursten. Nur Hunde, die einfach irgendwo ausgesetzt werden, haben noch eine Überlebenschance.

 

Doch nicht nur am Ende der Jagdsaison müssen die Windhunde furchtbare Qualen leiden. Schon während ihrer Ausbildung werden sie brutal gezüchtigt. Sie verbringen den Großteil ihres Lebens ohne Futter und Wasser in Anhängern. Um sie dazu zu bringen, noch schneller zu rennen, werden sie mit der Leine an ein Auto gebunden und müssen um ihr Leben rennen.

 

Galgos-Greyhound-chasse-11Quelle: Viméo

 

Spanische Tierschutzorganisationen vermuten, dass bis zu 50.000 Windhunde den Massentötungen jährlich zum Opfer fallen.

 

„Windhunde sind nichts wert“

In Spanien soll es ungefähr 190.000 Jäger geben, die Windhunde züchten. Allerdings ist das Leben der Tiere in ihren Augen wertlos. Die französische Tierschutzorganisation Windhunde Ohne Grenzen erklärte:

 

Man muss verstehen, dass Windhunde in diesem Land nichts wert sind. Sie werden massenweise gezüchtet und die jungen, schnelleren Exemplare ersetzen die Tiere, die schon zwei oder drei Jagdsaisons hinter sich haben.

 

 

Galgos-Greyhound-chasse-10Quelle: LévrierSansFrontières

 

Die Hunde werden als „Wegwerfprodukte“ gesehen und unkontrolliert gezüchtet und verkauft. Es ist für einen Jäger nicht schwer, sich jedes Jahr neue Windhunde zu beschaffen. Die besten und schnellsten unter ihnen entkommen dem jährlichen Blutbad für eine Weile, doch nach ein paar Saisons wartet trotzdem der Tod auf sie.

 

Galgos-Greyhound-chasse-1Quelle: LévrierSansFrontières

 

Tierschutzorganisation schließen sich zusammen

In Spanien, Italien sowie in Frankreich verurteilen viele Tierschützer die jährlichen Massentötungen und tun alles in ihrer Macht stehende, um die ausgesetzten Galgos zu retten.

 

Die italienische Organisation ENPA Progetto Spagna schloss sich sogar mit den spanischen Organisationen Galgos en Familia und ACUNR zusammen, um jedes Jahr freilaufende Galgos zu retten und in Italien weiterzuvermitteln. Am 4. Februar wurden sieben Windhunde aufgenommen und nach Italien gebracht.

 

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L’association ENPA Progetto Spagna au cours de la dernière opération de sauvetage de Galgos, en décembre 2016. Source : ENPA Progetto Spagna

 

Schon 57.000 Unterschriften

 

Am 1. Februar äußerte sich die französische Tierschutzorganisation Fondation Brigitte Bardot auf Facebook:

 

Im Namen der „Tradition“ darf ein Jäger sein Tier töten, sobald es ihm nicht mehr von Nutzen ist. Die Tiere sind Opfer von grausamen Schmerzen und Gewaltakten, einer schlimmer als der andere, nur um „die Ehre“ ihres Herrchens aufrecht zu erhalten. Fondation Brigitte Bardot kämpft schon lange gegen diese „Tradition“.

 

Aujourd’hui, 1er février, c’est la Journée mondiale des Galgos.
Une journée pour rappeler le sort inhumain et cruel dont…

Posted by Fondation Brigitte Bardot on Wednesday, 1 February 2017

 

Wenn ihr den Kampf gegen die Massentötungen gerne unterstützen möchtet, könnt ihr hier eine Petition unterschreiben.

 

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