29 Hunde und 5 Katzen konnten soeben vom Schlachthof des Yulin-Festivals gerettet werden

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Nur wenige Tage vor Beginn des widerlichen Yulin-Festivals, wo der Konsum tausender Hunde und Katzen gefeiert wird, konnten 29 Hunde und 5 Katzen vor ihrem grausamen Schicksal bewahrt werden.

 

yulin-festival-dog-meat-36Quelle: @HSI

 

Die Assoziation Humane Society International (HSI) ist für die Rettung verantwortlich. In Begleitung von chinesischen Aktivisten konnten die Mitarbeiter der HSI mit den Schlachthofbetreibern verhandeln, so dass letztere die Freilassung der rund 30 Tiere genehmigten.

 

yulin-festival-dog-meat-37Quelle: @HSI

 

Peter Li, ein Mitarbeiter der HSI in China, erklärte in einer Mitteilung:

 

Die Polizeipräsenz auf dem Yulin-Festival ist momentan sehr hoch, und die Stimmung sehr angespannt. Das war keine einfache Rettung. Die Hunde und Katzen waren extrem verängstigt – vor allem die älteren Hunde, die sich sehr vor uns in Acht nahmen…Es ist absolut empörend, sich sagen zu müssen, dass diese Tiere ohne uns ermordet und gegessen worden wären.

 

yulin-festival-dog-meat-33Quelle: @HSI

 

yulin-festival-dog-meat-32Quelle: @HSI

 

Nicht nur internationale Organisationen kämpfen für den Niedergang des Yulin-Festivals. Ebenso gibt es viele Gruppen von Tierschützern direkt vor Ort, die die „Festivitäten“ hemmen.

Doch nicht nur die Ermordung selbst macht den Horror der Situation aus: Ebenso schlimm ist die Tatsache, dass der Großteil der für das Festival ermordeten Tiere von ihren Besitzern gestohlen werden.

 

Unter den 34 Tieren, die von der HSI gerettet wurden, trugen einige sogar noch ihr Halsband…

 

Die öffentliche Meinung geht in China aufgrund dieser erst im Jahre 2010 eingeführten Tradition des Yulin-Festivals immer weiter auseinander.

 

yulin-festival-dog-meat-35Quelle: @HSI

 

Brigitte Auloy, die Beauftragte der Fondation Brigitte Bardot, wurde hierzu von Paris Match befragt:

 

Zwei Millionen Chinesen lehnen sich dagegen auf und 31 Abgeordnete haben der Regierung vorgeschlagen, mit der barbarischen Tradition des Hundefleischkonsums, die unter anderem auf dem Yulin-Festival betrieben wird, endlich zu brechen. Auch der enorme internationale Druck ist durchaus hilfreich, um diesem Massaker endlich ein Ende zu setzen.

 

yulin-festival-5Quelle: @Reuters/Kim Kyung Hoon

 

Seit 2014 hat sich aufgrund dieses Events ein enormer globaler Protest entwickelt. Deshalb schotten sich selbst die lokalen Behörden von dem Festival ab, indem sie die Schließung umliegender Märkte und Schlachtereien, die das Hundefleisch anbieten, verordnen.

 

Aus dem Herkunftsland wurde kürzlich bestätigt, dass die Begeisterung der Chinesen für das Yulin-Festival stark gesunken ist.

 

Peter Li, der kurz vor Beginn des Festivals vor Ort war, äußert sich hierzu folgendermaßen:

 

Momentan hält Yulin den Atem an. Auf dem Markt von Dongkou waren die Verkäufe sehr karg und ein überalterter Schlachthof, auf den die Humane Society International ihre Finger gezeigt hatte, war vor 2 Monaten geschlossen, als wir zurückkamen. Das Wort „Hund“ wurde sogar aus vielen Schaufenstern und Schildern von Restaurants und Schlachthöfen entfernt; zudem hat ein Mitarbeiter der Gemeinde bestätigt, dass die Verkäufe des Hundefleisches sich im Vergleich zum Sollwert in einem starken Rückgang befinden.

 

yulin-festival-21Quelle: @Reuters/Kim Kyung Hoon

Seit 2010 schotten sich die lokalen Behörden erstmalig explizit vom Festival ab.

 

HSI berichtet, dass die Ämter aus der Stadt Yulin einen Brief an einen chinesischen Abgeordneten geschrieben haben, der seit langer Zeit für den Niedergang des Festivals kämpft. Hieraus lassen sich folgende Zeilen zitieren:

 

Das Hundefleischfestival wird von der örtlichen Regierung nicht unterstützt. Es handelt sich hierbei um eine private und spontane Initiative. Währenddessen werden die Amtsgewalten des Festivals sowie die staatlichen Behörden alles dafür tun, dass es sich nicht noch einmal wiederholt.

 

Diese klaren Zeichen deuten darauf hin, dass das Yulin-Festival eventuell sehr schnell gestoppt wird. Lasst und also hoffen, dass die Ausgabe 2016, die am 21. Juni begann, die kürzeste und letzte ist.

 

Die 34 geretteten Tiere befinden sich momentan in medizinischer Behandlung und werden bald in Tierheime (hauptsächlich in Kanada und den USA) gebracht, bevor sie zur Adoption freigegeben werden.

 

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